Tipp für ein „Last-Minute-Geschenk“

15. Dezember 2017

Braucht noch jemand ein originelles Weihnachtsgeschenk? Die Kollegin Kerstin Meyer hat da was entdeckt:

Das Raumspray „Bibliotheque“ … auch als Duftkerze

Quelle: FAZ Sonntagszeitung, 26.11.17

Für wen wäre das geeignet?

  • Für die jungen Leute, die gar nicht mehr wissen, wie es in einer Bibliothek riecht.
  • Für die älteren Semester, die diesen Duft in unserer Bibliothek vermissen.

Und das Beste daran: Es gibt im Internet reichlich Bezugsquellen, und in diversen Modeblogs kriegt man sich vor lauter Begeisterung gar nicht mehr ein.

Byredo – Bibliothèque
Ben Gorham gießt einen der Bestseller-Duftkerzen in Parfümform:
Bibliothèque von Byredo duftet wie der Raumduft warm, leicht holzig, sehr vollmundig, angenehm schwer, dennoch nicht erdrückend.
– Pfirsich, würzige Pflaume, Pfingstrose und Veilchen, Musk, Patchouli, Leder und Vanille. So gemütlich! –

oder

Bibliothèque entführt Sie in die stillen Räume einer traditionellen Bibliothek. Eine Welt des ruhigen Nachdenkens, wo die Zeit stillsteht und die Sinne angeregt werden. Weiche, süße Aromen von samtigem Pfirsich und spritziger Pflaume erfüllen die Luft, bevor ein trockenes Blütenbouquet aus Pfingstrose und Veilchen Nostalgie verströmt – mit einem Hauch Moschus. Staubiger Patschuli wird schließlich enthüllt, inmitten von Leder und Vanille, die an einen Lieblingssessel erinnern, an einen Tisch auf dem Bücherstapel liegen, ledergebundene Bände mit abgenutzten Seiten, die von der Zeit gezeichnet sind.

oder

Die übergroßen und puristisch anmutenden Flaschen wirken in jedem Raum elegant. Die Raumdüfte wurden speziell kreiert,
um das traute Heim mit stimmungsvollen Düften zu erfüllen. Der Raumduft Bibliothéque versetzt Sie in eine Bücherei. Eine
Welt der inneren Einkehr, in der die Zeit still steht und Sinne alle viel stärker wahrnehmen. Sanfte, süße Armen des
Pfirsichs und würziger Pflaume erfüllen die Luft, bevor ein trockenes blumiges Bouquet aus Pfingstrose und Veilchen
übernehmen, gefolgt von einem nostalgischen Hauch von Musk. Patchouli, Leder und Vanille runden diesen außergewöhnlichen
Duft ab. Sie erinnern uns an unseren Lieblingssessel und zerlesene Bücher in ruhiger Atmosphäre.

 

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Interview mit Elke Dittmer

26. Oktober 2017

„Das Ziel ist der gleichberechtigte Zugang zu Information und Literatur“

Ein Interview mit Elke Dittmer, Geschäftsführerin der Blindenbibliotheken in Hamburg

Seit über 100 Jahren produzieren und verleihen Blindenbibliotheken in Deutschland Literatur in Formaten, die für blinde und schwer sehbehinderte Menschen zugänglich sind. Nach wie vor ist aber die Anzahl der Bücher in diesen barrierefreien Formaten sehr gering. Auch in öffentlichen Bibliotheken, die eigentlich allen Menschen offen stehen sollten, gibt es bislang noch zu wenig Angebote für Menschen mit Behinderungen. Aus Anlass des Tags der Bibliotheken am 24. Oktober sprachen wir mit Elke Dittmer, Geschäftsführerin der Blindenbibliotheken in Hamburg, über den barrierefreien Zugang zu Literatur und die anstehende Umsetzung des Vertrags von Marrakesch in Deutschland.

Zum kompletten Artikel

Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte

Für die „Oldies“ unter den Bielefelder Kolleginnen und Kollegen: Elke Dittmer hat in den 80er Jahren bei uns gearbeitet, in der der damaligen „ADV-Abteilung“.


NEU: Digitales Grimm-Portal

26. Oktober 2017

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie interessierte Laien können ab sofort zentral und online auf die nordhessischen Grimmschätze zugreifen. Das Grimm-Portal umfasst 2.380 Briefe, über 500 Handschriften und andere Dokumente.

Die Grimm-Bestände der Universitätsbibliothek Kassel, des Hessischen Staatsarchivs Marburg und der Stadt Kassel (derzeit ca. 54.000 digitalisierte Seiten) sind über das neue digitale Grimm-Portal weltweit und kostenfrei zugänglich.

Die seit 2012 bestehende Kooperation zwischen dem Staatsarchiv und der Universitätsbibliothek widmet sich der sukzessiven Digitalisierung der in Nordhessen aufbewahrten Dokumente aus dem Grimm-Nachlass. Mit der Eröffnung des neuen Grimm-Portals werden die an verschiedenen Orten Hessens untergebrachten Originale digital zusammengeführt und für Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt.

Quelle: Universitätsbibliothek Kassel


Acht Gründe, warum Bibliotheken so beliebt sind

29. September 2017

Die Münchner Stadtbibliothek hat einen schönen Artikel gebloggt:

Acht Gründe, warum Bibliotheken so beliebt sind

Der Artikel bezieht sich eher auf Öffentliche Bibliotheken, aber manches können wir vielleicht auch für uns in Anspruch nehmen.

Ein paar Beispiele

1. In der Bibliothek sind alle gleich

Arm oder reich, Mittelschule oder Gymnasium, deutscher Pass oder nicht, Mann oder Frau: Gesellschaften sortieren ihre Mitglieder gerne nach Herkunft, Milieu, Geschlecht, Bildungsstand etc. Bibliotheken tun das nicht. Niemand muss sich beim Betreten einer Bibliothek ausweisen, anmelden oder erklären. Jeder kann kommen, da sein und die Angebote – Medien wie Dienstleistungen – vor Ort nutzen, und zwar völlig kostenfrei. Die Begriffe “niedrigschwellig”, “inklusiv” und “vielfältig” stellen für Bibliotheken keine hohlen Phrasen, sondern ihr gesellschaftliches Leitbild dar.

2. Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.

Freilich nicht in denselben Worten, aber doch sinngemäß kennen wir diesen Satz auch von unseren Nutzerinnen und Nutzer: Bibliotheken bieten Menschen Raum, denen es zuhause an Platz, Konzentration (“eigentlich müsste/könnte ich noch die Küche aufräumen…”) oder der nötigen Ruhe zum Recherchieren, Lesen und Lernen mangelt. Bibliotheken gewährleisten die Privatsphäre des/der Einzelnen und sind dennoch öffentlicher Raum: Man kann zugleich für sich und mit anderen zusammen sein (siehe zum Begriff der Kopräsenz auch “Freie Räume, neue Gemeinschaften” hier im Blog). Bibliotheken kennen keine dummen Fragen, keine falschen Themen und keinen verkehrten Look. Und vor allem interessieren sie sich nicht die Bohne für den Geldbeutel ihrer Nutzerinnen und Nutzer: Bibliotheken waren “dritte Orte”, lange bevor dieses Schlagwort in aller Munde war. Sie sind kommerzfreie Räume von oben bis unten, da gibt es keine Werbung, niemandem will einem etwas verkaufen. In Bibliotheken werden Menschen nicht als KonsumentInnen, sondern einzig und allein als Bürgerinnen und Bürger wahr- und ernst genommen.

6. Sharing Is Caring

Als die Medien die Sharing-Kultur als neuesten Trend entdeckten, trauten viele Bibliotheken ihren Ohren nicht: Äh, das machen wir doch schon seit Jahrhunderten … ?!? Wegen Anbietern wie Uber und Airbnb hat der Ruf von Sharing mittlerweile deutlich gelitten; der Verdacht, dass ein paar wenige sich auf Kosten der Community eine goldene Nase verdienen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Dem stellen sich Bibliotheken entgegen, indem sie das Teilen und das gemeinschaftliche Nutzen von Kultur(-gütern) weiterhin als Grundlage ihrer Arbeit wie als gesellschaftliche Notwendigkeit betrachten. Leihen ist nicht nur billiger, sondern auch nachhaltiger als kaufen – das freut nicht nur preis-, sondern auch umweltbewusste Menschen. Zugriff auf mehrere Millionen Bücher, Filme, Games, CDs etc. für 20 Euro im Jahr – wo gibt’s denn sowas? Bei uns natürlich 🙂


Libraries without Borders

25. April 2017

Im aktuellen BuB-Heft (69 04/2017, erst in 3 Monaten online verfügbar) berichtet Frau Prof. Meinhardt von der TH Köln über die Organisation Libraries without Borders, die mobile Bibliotheken in Krisengebiete bringt.

Bibliotheques Sans Frontieres\Libraries without Borders (LWB) ist eine der weltweit anerkannten nicht kommerziellen internationalen Organisationen, die Entwicklungsunterstützung betreiben. Gegründet 2007 durch den Franzosen Patrick Weil, setzt die Organisation dafür in erster Linie auf Bibliotheken – weil es Bibliotheken sind, die Information, Bildung und Kultur für alle frei und pluralistisch zur Verfügung stellen können.

Der Grundgedanke der Arbeit ist, dass Menschen Bedürfnisse haben, die über eine existenzielle Grundversorgung hinausgehen: Information, Bildung, Beschäftigung, Unterhaltung.

In dem Artikel geht es insbesondere um die „Idea Boxes“ (in anderen Quellen auch „Ideas Boxes“). http://www.ideas-box.org

Idea Boxes – die kompakte Bibliothek des 21. Jahrhunderts

… Die Idea Boxes sind ideal auf ihre Einsatzorte zugeschnitten. Die farblich ansprechende Box, fixiert auf zwei Paletten kann in weniger als 20 Minuten von vier Personen überall aufgebaut werden. Sie enthält … Kabel, für die Energieversorgung, Räder, um die Module bewegen zu können, Tische, um mit dem Tablet zu arbeiten, Regale, um Bücher und Medien zu präsentieren, Planen, um Schatten zu spenden sowie Stühle und Kissen …

Die Idea Boxes bestehen aus verschiedenen Modulen: Mobilfunk/Internet, Lernen, Unterhaltung und Spielen, Kreativität. „connect“  „learn“  „play“  „create“

Die Inhalte jeder Box wurden in enger Abstimmung mit Partnern aus den jeweiligen Ländern entwickelt, um … die kulturellen wie sprachlichen Kontexte zu berücksichtigen.

Zielgebiete sind zum Beispiel Flüchtlingslager, aber auch entlegene ländliche Gebiete oder vernachlässigte Stadtteile in Ballungsräumen.

 

 


Hatice Akyün erhält diesjährigen Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken

25. April 2017

Im Juli 2016 wiesen wir auf  einen Artikel der Schriftstellerin Hatice Akyün über den Duisburger Bücherbus hin: „Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte“ .

Nun erhält sie den diesjährigen Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken.

Quelle: http://b-u-b.de/hatice-akyuen-publizistenpreis/


Bayerische Staatsbibliothek erweitert digitales Angebot

26. Januar 2017

Bildähnlichkeitssuche recherchiert in 43 Millionen Bildern nach ähnlichen Motiven

Die Bayerische Staatsbibliothek vergrößert erneut ihr digitales Angebot. Nutzer aus Wissenschaft und Forschung können ab sofort mit der Bildähnlichkeitssuche alle bis heute vorhandenen Digitalisate – also ca. 1,2 Millionen Bände mit rund 270 Millionen Buchseiten und 43 Millionen Bildern – nach ähnlichen Motiven und Bildern durchsuchen. Das Angebot steht auch für mobile Endgeräte zur Verfügung.